Dieses Kapitel bechäftigt sich mit einer weiteren Ausgabe-Möglichkeit,
wie man Kennlinien erstellt und Induktivitäten miteinander verkoppelt


Ausgabe mit dem GlobalScope:

Bitte die Schaltung DocSamples/digi_counter8bit_GScope.circ öffnen:

Nach erfolgter dynamischer Analyse (Button Dyna) erhalten wird folgende Chart-Ausgabe:

Das ist ein sogenanntes GlobalScope-Fenster. Dieses stellt die Potentiale (Spannungen gegen Masse) der
Verbindungslinien da, für die ein LineComment erzeugt worden ist. Ein LineComment ist ein kurzer Text,
der mit einer Verbindungslinie (Line) verbunden ist.
Einen LineComment erzeugt man mittels DoppelKlick der rechten Maustaste auf die gewünschte Line.
Mit einem rechten Maustastenklick auf das LineComment kann man nun über den Comment-Dialog den
Text als auch Farbe und Font ändern.
Den Einstellungs-Dialog des GlobalScopes erreicht man über das Kontext-Menue des GlobalScope-Fensters
(Rechts-Klick) und der Funktion Propertys. Ist das Fenster noch nicht vorhanden, kann dieser Einstellungs-Dialog
auch über Menue: Settings/GlobalScope Settings geöffnet werden.
Der Dialog sieht so aus:

Bei Description erscheinen die Texte der entsprechenden LineComments, bei Color und Thicknes kann Farbe
und Linienstärke der Kurven im Chart eingestellt werden. Mittels Offset kann die Kurve in Y-Richtung
beliebig verschoben werden. Das ist vor allem nützlich bei digitalen Schaltungen wenn man viele Puls-Folgen
übereinander darstellen will. Mittels Strech kann die Ausdehnung in Y-Richtung durch einen Faktor geändert
werden. Natürlich kann die Darstellung jeder einzelnen Kurve temporär aktiviert/deaktiviert werden.
Die unteren Felder legen das Gesamt-Aussehen des GlobalScope-Fensters fest (wie beim ScopeElement).
Die GlobalScope-Darstellung kann auch mittels Menue: Settings/Enable GlobalScope komplett ein/aus-geschaltet
werden.
Ein weiteres Beispiel für die Verwendung des GlobalScope findet man unter DocSamples/Regler.circ.

Die besprochene Schaltung enthält ein digitales gescriptetes Element, den Digi_8BitCounter. Wer schon mal
schauen möchte wie solch ein Script aussieht, kann mal hier gucken.

Kennlinien Analyse

Bitte die Schaltung DocSamples/IVAnalyser_Bipo.circ öffnen:

Wir lernen jetzt eine neue Analyseform kennen, die sogenannte statische Transienten-Analyse (IV-Analyse). Diese macht
nichts Anderes als eine fortlaufende stat. Analyse (SA) mit veränderlichen Quell-Spannungen/Strömen.
Für diese Analyse-Form gibt es ein spezielles IVAnalyser-Element, einzufügen über das gleich aussehende ToolBar-Symbol.
Aulösen der IV-Analyse erfolgt mit dem Button Stat (der letzte von den 4 Analyse-Start-Buttons).

Das Ergebniss für den NPN-Transistor sieht hier dann folgendermaßen aus:

Die dargestellten Kurven beschreiben das Ausgangs-Kennlinien-Feld des NPN-Transistors (Ice = f(Uce, Ube)).
Dabei ist Ice der Y-Wert, Uce der X-Wert. Ube wird in festen Schritten erhöht, für jeden Schritt wird eine
Kurve gezeichnet. Das bezeichne ich mal als Z-Richtung.
Das wirklich Schwierige an der Sache ist das richtige Einstellen des IVAnalysers. Dies geschieht mit dem
IVAnalyser-Setting-Dialog den man über das KontextMenue: Propertys des Chart-Fensters oder durch rechten
MausKlick auf das IVAnalyser-Element öffnen kann:

Zuerst einmal muß man festlegen ob Pin 2 benutzt werden soll. Für ein 3-poliges Element (Transistor) benötigt
man 2 Pins (das 3. wird mit Masse verbunden). Für ein 2-poliges Element (Diode) benötigt man nur 1 Pin + Masse.
Wenn Pin2 Off gesetzt ist, muß Pin 2 mit einem Masse-Element verbunden werden. Ohne Pin 2 werden natürlich
auch die Z-Parameter nicht benötigt.
Im nächsten Schritt legt man Kürzel für die Pins (bei Pin2Off nur Pin1) bei Name Pin1 und Name Pin2 fest.
Dann wählt man für X-Source-Parameter das Quell-Pin, den Typ der Quelle (Spannung oder Strom) und den Bereich
in dem Spannung/Strom linear durchlaufen werden.
Wenn Pin2On gesetzt ist, wählt man für die Z-Source-Parameter das Quell-Pin,  den Typ der Quelle und den Bereich
sowie Schrittanzahl in dem Spannung/Strom stufenweise durchlaufen werden soll.
Bei den Y-View-Parametern legt man das Mess-Pin, den Typ der Messung (Spannung oder Strom) und den
Anzeigebereich der Y-Achse fest.
Die korrespondierende Formel für Y = f(X, Z) wird immer aktuell oben links grün angezeigt.
Bleibt nur noch das Festlegen der Bezeichnung und des äußeren Erscheinungsbildes sowie die Festlegung, in welchem
Bereich (links, mitte, rechts) die Z-Beschriftung gezeigt werden soll. Hier muß man für das optimale Erscheinungsbild
ein wenig herum experimentieren.
Diese Form der Analyse kann natürlich auch für ganze Schaltungen eingesetzt werden.

Kopplung von Induktivitäten:

ToneCirc erlaubt auch das magnetische Koppeln von bis zu 10 Induktivitäten.
Schauen wir uns  mal die Schaltung DocSamples/CouplingCoils.circ an:

Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich hier um ein Symmetrier-Glied. Die Strichel-Linie ist ein Comment.

Man legt wie gehabt für alle Induktivitäten die gewünschten Parameter fest. Dann öffnet man über
Menue: Settings/Coupling Settings folgenden Dialog:

Hier legt man pro Zeile ein Induktivitäts-Paar und dessen magnetische Kopplung (-1...1) fest.
Klickt man mit der rechten Maustaste auf ein L-Feld erscheint eine Liste mit den möglichen Induktivitäten,
und man wählt das gewünschte Kürzel durch Drücken der linken Maustaste aus. Um eine Kopplung
zu löschen einfach None auswählen.

Rein elektrisch ist folgendes zu beachten:
Koppelt man die Spulen L1/L2 und L1/L3 muß unbedingt auch die Kopplung L2/L3 mit dem selben
Kopplungsfaktor erfolgen. Wird dies nicht befolgt, rechnet ToneCirc Mist aus, weil diese Verschaltung
naturgemäß unsinnig ist.

Im Dokument wird die Tabelle mit den Couplings nach Ausführung von Menue: Work/Add AutoComments automatisch mit
erzeugt.
Zieht man eine Spule vollständig heraus (beide Pins hängen in der Luft) so wird Diese deaktiviert und alle
Kopplungen zu Dieser werden aufgehoben. Wieder hereinziehen in die Schaltung, führt wieder zu den Kopplungen
in der Liste.

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